Jararaca-Lanzenotter
Aus Herpetologie
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Bothrops jararaca | ||||||||||||
Die Jararaca-Lanzenotter (Bothrops jararaca) oder auch kurz nur Jararaca ist eine giftige Art der Lanzenottern (Gattung Bothrops) innerhalb der Schlangen (Serpentes) aus Südamerika.
Verbreitung: Brasilien, Paraguay, Argentinien.
[Bearbeiten] Merkmale
Die Jararaca ist zwischen einen Meter und 1,20 Meter lang und wie alle Lanzenottern sehr schlank. Der Körper ist oberseits braun oder grau gefärbt, die Unterseite ist gelblich. An den Seiten besitzt sie meist bis zu 25 dunklere, dreieckige Flecken, die sich auf dem Rücken treffen und dort miteinander verschmelzen können. Insgesamt ist der Körper von 20 bis 27 Schuppenreihen umgeben, die einen deutlichen, nach hinten ausgezogenen Kiel aufweisen. Der dunkelbraune Kopf ist gegenüber dem Körper durch einen Hals abgesetzt und etwas breiter. Die Augen besitzen senkrecht Pupillen und vom Augenrand zieht sich ein dunkles Band bis zum Mundwinkel
[Bearbeiten] Lebensweise
Die Jararaca lebt auf den weiten Grasflächen der südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien und Paraguay. Diese Campos und Pampas liegen am Rand der Regenwälder und damit meist in der Nähe menschlicher Behausungen. Sie ernährt sich von kleinen Vögeln und Säugetieren wie Mäuse und Ratten. Die Tiere bringen ihre Jungen lebend zur Welt, sind also ovovivipar.
[Bearbeiten] Gift
Die meisten aller in Süd- und Mittelamerika vorkommenden tödlichen Schlangenbisse gehen auf das Konto von Lanzenottern. Sie sind sehr leicht reizbar und beißen extrem schnell zu. Das Gift der Lanzenotter besteht vor allem aus einem sehr starken Hämotoxin und ist unbehandelt fast immer tödlich. Ein Teil dieser hämotoxischen Komponente wird als Reptilase in der Hämatologie sowohl für diagnostische als auch für therapeutische Zwecke genutzt.
Eine weitere Wirkung des Gifts ist eine Hemmung des Angiotensin Converting Enzyme. Mit dem in diesem Schlangengift enthaltenen Pentapeptid BPP5a (von bradykinin potentiating peptide) wurde sogleich einer der wirksamen ACE-Hemmer isoliert und diente unter anderem zur Entwicklung des synthetischen Wirkstoffs Enalapril.
