Sandrasselottern

Aus Herpetologie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Sandrasselottern
Datei:Echis carinatus sal.jpg
Gewöhnliche Sandrasselotter (E. carinatus)
Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere
Unterordnung: Schlangen
Familie: Vipern
Gattung: Sandrasselottern
Wissenschaftlicher Name
Echis
Merrem, 1820

Die Sandrasselottern (Echis) sind eine Gattung der wüstenbewohnenden Vipern. Lebensraum der Sandrasselottern sind trockene wüstenartige Gebiete Indiens, Sri Lankas, Arabiens und Nordostafrikas. Die Schlangen gelten als gefährlich und sind jährlich für etwa 100.000 Bissunfälle verantwortlich.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Die Sandrasselottern sind kleine bis mittelgroße Vipern. Sie werden durchschnittlich 30 bis 50 cm lang, die Maximallängen liegen bei 80 bis 90 cm lang. Sie haben einen deutlich vom Körper abgesetzten Kopf mit dreieckiger Form, der Körper wirkt im Vergleich zu anderen Vipern relativ schlank. Der Körper der Tiere ist gefleckt, die Grundfärbung variiert zwischen Grau- und Brauntönen.

Sandrasselottern sind vorzugsweise dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber verstecken sich die Schlangen gerne unter Gebüsch, Steinen und Haufen trockenen Holzes.

Wie auch andere Wüstenschlangen können sich Sandrasselottern seitenwindend fortbewegen. Die seitlichen Schuppen erzeugen dabei durch Aneinanderreiben ein raschelndes Geräusch wie zwei aneinander geriebene Blätter Schleifpapier.

[Bearbeiten] Arten

Die Gattung umfasst nach aktuellem Kenntnisstand acht Arten:[2]

Neben diesen werden in verschiedenen Quellen weitere Arten benannt, beispielsweise:

[Bearbeiten] Gefährlichkeit

Die Sandrasselottern gehören aufgrund ihres potenten Giftes sowie der häufigen Bisse zu den für den Menschen gefährlichsten Giftschlangen. Sie ist zwar sehr klein - oft wird sie nicht länger als 50 cm - weist aber sehr große Giftzähne auf. Im Übrigen ist sie sehr aggressiv und angriffslustig. Wird sie in Erregung versetzt, legt sie ihre Körperschlingen aneinander und reibt sie. Dadurch entsteht ein rasselndes Geräusch. Der Kopf liegt in der Mitte der sich kreiselnden Spirale. Ergibt sich eine passende Gelegenheit, schlägt sie mit großer Wucht zu.

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.dght.de/ag/schlangen/merkblaetter/MB8.HTM
  2. nach ITIS

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge